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22/8/2023
Tipps

Anwendungen von Kegelsenkern

Ein Kegelsenker dient der Nachbearbeitung von Bohrlöchern, um eine Fase oder Senkung herzustellen. Durch die Senkung kommt die Schraube tiefer im Material zu liegen, sodass der Schraubenkopf nicht aus der Oberfläche des Werkstücks herausragt.

Bevor der Kegelsenker zum Einsatz kommt, muss ein Loch gebohrt oder geschnitten werden. Der Kegelsenker selbst ist nicht zum Bohren von Löchern geeignet.

Kegelsenker werden also in den folgenden Fällen verwendet: 

  • zum Ansenken eines Bohrlochs, um den Schraubenkopf im Material zu versenken,  
  • zum Anfasen eines Bohrlochs vor dem Schneiden eines Gewindes, 
  • zum Entgraten scharfer Bohrlochränder.  

Welcher Kegelsenker für welche Anwendung?  

Welcher Kegelsenker benötigt wird, hängt von der jeweiligen Anwendung ab: zum Herstellen einer Führungsfase für einen Spannstift, zum Versenken von Nieten oder Blindnieten im Flugzeugbau, zum Senken unterschiedlichster Gewinde usw. Für jede erdenkliche Anwendung gibt es einen passenden Kegelsenker. 

In 2 Schritten zum richtigen Kegelsenker 

Um den für Ihre Anforderungen richtigen Kegelsenker auszuwählen, befolgen Sie diese beiden Schritte: 

  1. Bestimmen Sie den Winkel, den die Senkung haben soll. Die gängigste Ausführung von Kegelsenkern ist mit einem Spitzenwinkel von 90°, aber es gibt auch Ausführungen mit 62°, 80°, 120° und anderen Spitzenwinkeln. 
  2. Wählen Sie einen Kegelsenker mit Querloch, 1 Schneide oder 3 Schneiden. Querlochsenker sind besonders geeignet für die Bearbeitung von Holz, Hartkunststoffen und Aluminium. Kegelsenker mit 1 Schneide eignen sich zum Entgraten und zum Schneiden leichter Senkungen in Leichtmetall und Kunststoffe. Kegelsenker mit 3 Schneiden sind universell verwendbar, selbstzentrierend und in der Ausführung mit variabler Verzahnung vibrationsarm. 

Andere Werkzeuge zum Ansenken

Manchmal kann es auch sinnvoll sein, anstatt eines Kegelsenkers ein anderes Werkzeug zum Ansenken zu verwenden.

Mit einem Mehrfasenstufenbohrer können Bohren und Ansenken in einem Arbeitsgang erfolgen.

Ein Flachsenker dient zum Herstellen von Senkungen für Inbusschrauben und Zylinderschrauben sowie zum Vorbohren von Gewindebohrungen.

Mit einem Stufenbohrer erfolgen Zentrierung, Bohren, Entgraten und Ansenken in einem Arbeitsgang. Damit ist er ideal zum Bearbeiten von Flachstahl und dünnem Plattenmaterial.

Vorteile von Kegelsenkern mit variabler Verzahnung 

Die am häufigsten verwendeten Kegelsenker gibt es auch mit variabler Verzahnung oder variablem Zahnabstand.

Diese universell verwendbaren Kegelsenker mit 3 Schneiden bieten drei wichtige Vorteile: 

  • Produktivität: Kegelsenker mit variabler Verzahnung sind um 30 % schneller als Standardkegelsenker. 

  • Ergonomie: Kegelsenker mit variabler Verzahnung reduzieren bei manuellem Einsatz den erforderlichen Kraftaufwand und sind daher ergonomisch. 

  • Haltbarkeit: Da weniger Vibrationen auftreten und weniger Druck ausgeübt werden muss, bleiben bei Kegelsenkern mit variabler Verzahnung die Schneiden länger scharf als bei Standardausführungen, sodass diese Kegelsenker eine längere Standzeit haben.