Der Phantom HP2 ist der neue Alleskönner.
Mit dem neuen VHM-Fräser HP2 UNI gibt Phantom Zerspanungsbetrieben ein echtes Universalwerkzeug an die Hand. Bohren, Fräsen und Eintauchen mit einem 45-Grad-Winkel – kein Problem für den Phantom HP2 dank einzigartiger Merkmale.
Der niederländische Hersteller der Werkzeugmarke Phantom hat in jüngerer Zeit einige Neuerungen eingeführt, die Zerspanungsbetrieben die Arbeit deutlich erleichtern. „Wir bieten nicht nur gute Werkzeuge, sondern auch das Know-how, wie man damit am besten fräst“, so Produktmanager Jacco Kramer.
Universalfräser
Das neue Werkzeug ist der VHM-Fräser Phantom HP2 UNI mit ungleicher Teilung. Dass dieser Fräser so universell einsetzbar ist, liegt zum Teil daran, dass die Hartmetallqualitäten immer besser werden. Daneben hat Phantom dem neuen HP2-Universalfräser einige einzigartige Merkmale verliehen, die dessen Einsatzmöglichkeiten und Zuverlässigkeit vergrößern. Zum Beispiel wurde eine spezielle Stirngeometrie entwickelt, mit der das Eintauchen, das Fräsen von Nuten und Konturen und sogar das Bohren ohne Startloch jetzt mit einem einzigen Werkzeug möglich sind.
Größere Zuverlässigkeit
Um eine größere Zuverlässigkeit zu erreichen, lässt Phantom die Schneiden vor dem Aufbringen der Beschichtung honen. Dank des Radius an der Schneidenecke haftet die Beschichtung besser und ist das Risiko von Ausbrüchen deutlich kleiner. Jacco Kramer: „Bei Fräsern mit scharfen Schneidenecken ist oft zu sehen, dass diese abbröckeln. Dann ist die Beschichtung schnell weg.“ Der Fräser ist mit einer Beschichtung aus Aluminiumchromnitrid (AlCrN) versehen, die sowohl für die Nass- als auch die Trockenzerspanung geeignet ist. Aus der längeren Standzeit ergibt sich auch eine größere Zuverlässigkeit des Fräsers, was aufgrund der aktuell zunehmenden Automatisierung in den Betrieben wichtig ist. Das Phantom-Team hat in seinem Test- und Trainingscenter den Vollhartmetall-Fräser HP2 UNI mit ungleicher Teilung gründlich beim Tauchfräsen getestet. Die Tests ergaben, dass die Standzeit im Durchschnitt um 30 % länger ist als mit Konkurrenzprodukten. Da dieser Fräser so universell verwendbar ist, hält Phantom den HP2 in allen Radien von 0,25 bis 5 mm vorrätig. Auch die Zwischenmaße, die bislang oft Sonderanfertigungen waren, sind jetzt direkt ab Lager lieferbar. Es wird empfohlen, Fräser mit einheitlichem Radius zu verwenden, aber Phantom hat auch die Standardschutzfase im Programm.
Abkehr von der DIN-Norm
Mit der Einführung des neuen Universalfräsers kehrt Phantom von der DIN-Norm ab. Die Länge der Schneide wird genauso wie bei Bohrern als Verhältnis zum Durchmesser angegeben, also 1×D, 2×D usw. Jacco Kramer: „Bei Bohrern geht man für die Länge der Schneide vom Schaft aus. Hierdurch wird kein Tabellenbuch mehr gebraucht. Die Programmierer der jüngeren Generation, oft mit einem höheren Fachabschluss, sind mit den DIN-Normen weniger vertraut, die übrigens auch nicht immer gerade logisch sind. Die Typenbezeichnung 2×D, 3×D usw. macht es einfach.“ Phantom will dies auch bei den anderen Fräsern Schritt für Schritt einführen, genauso wie ein spezielles Diagramm, aus dem die optimalen Arbeitsbereiche des Werkzeugs auf einen Blick hervorgehen. „Fräser berechnen die Schnitttiefe und -breite, aber niemand berücksichtigt die Schwankungen der Schnittkraft“, erklärt Jacco Kramer.
Visualisierung des Arbeitsbereichs
Der ungleiche Spiralwinkel an einem Fräser dient dazu, diese Schwankungen aufzufangen und Vibrationen zu begrenzen. Aber bei bestimmten Verhältnissen zwischen der Schnitttiefe (ap) und -breite (ae) verändern sich die Schnittkräfte. Dann können doch Vibrationen auftreten, die zu schnellerem Verschleiß führen. Mit dem HP2-Fräser hat Phantom unzählige Tests durchgeführt, um den idealen Arbeitsbereich des Fräsers zu ermitteln. Dieser wird in einer Grafik dargestellt, in der für die verschiedenen Schnitttiefen (in Durchmessern ausgedrückt) die optimale Schnittbreite (ae) als Prozentsatz angegeben ist. „Es muss nichts mehr ausgerechnet oder mit Versuch und Irrtum herausgefunden werden. In dem Diagramm sieht der CNC-Programmierer direkt, bei welchem Prozentsatz der Schnitttiefe der Fräser optimal arbeitet und wann Vibrationen auftreten.“ Grün bedeutet Zuverlässigkeit des Verfahrens und minimaler Verschleiß, orange bedeutet, dass immer noch sauberes Fräsen möglich ist, aber mit größerer Wahrscheinlichkeit Vibrationen auftreten. Die roten Bereiche sind zu vermeiden. Phantom wird seinen Kunden dieses Diagramm in Zukunft auch bei allen anderen Werkzeugen an die Hand geben. „Bei Phantom betrachten wir es als unsere Aufgabe, nicht nur gute Werkzeuge zu liefern, sondern auch die Parameter, mit denen das CNC-Fräsen einfacher wird“, fügt der Produktmanager von Phantom abschließend hinzu.
Zum Sortiment